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Der betriebseigene Schellenstimmer (auch Schellenrichter) stimmte die einzelnen Schellen und stellte sie zu Geläuten zusammen.
Zu seinem Handwerkszeug gehörten ein etwa 20 cm langes Ambosshorn, ein Stimmhammer, ein gewöhnlicher Hammer, eine Stimmgabel und auch Feilen. Ein ungefähr 6 cm starker, oben abgerundeter Holzstock aus Hartholz, den sich der sitzende Schellenstimmer zwischen die Beine klemmte, diente statt des Ambosshornes als Arbeitsunterlage und Hilfsmittel.

Je stärker das Eisenblech bei gleicher Größe der Schelle ist, umso höher ist der Klang und umgekehrt tiefer bei schwächeren Blechen. Schlägt man mit dem Hammer eine Delle in den Schellenkörper, wird das Material gespannt und der Ton höher. Dellt man im Gegenzug den Schellenkörper aus, so wird der Ton tiefer.
Zu den Kuhhirten im Thüringer Wald und im Harz kamen jedoch jährlich reihum die Schellenstimmer. Hugo Eckenfels und Ernst Schmeißer waren bekannte Schellenstimmer aus Kleinschmalkalden. Hermann Christ, der Enkelsohn von Ernst Schmeißer versteht sich auch heute noch auf die Feinheiten des Stimmens von Geschellen.


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